Gaswäscher | Absorber

Gaswäscher oder Absorber sind Apparate, die zum Stoffaustausch eingesetzt werden. In diesem verfahrenstechnischen Verfahren wird ein Gasstrom mit einem Flüssigkeitsstrom in Kontakt gebracht, um Bestandteile des Gasstroms in der Flüssigkeit zu absorbieren. Die Bestandteile des Gasstromes können feste, flüssige oder gasförmige Stoffe sein. Dabei kann ein Gaswäscher gleichzeitig zum Abscheiden von Feststoffen als auch als Abluftwäscher verwendet werden.

Einsatzgebiete für Absorber:

  • Neutralisation von Abluft durch Wasser
  • Aufbereitung von Wasser zu VE-Wasser

Ionenaustauscher

Bei normalem Stadtwasser handelt es sich nicht um chemisch reines Wasser. Im Rohwasser sind verschiedene positiv geladene Kationen sowie negativ geladene Anionen gelöst. Bei einer Vollentsalzung mit Hilfe des Ionenaustauscher-Verfahrens wird das Rohwasser über einen Kationenaustauscher und einen Anionenaustauscher geführt.
Bei diesen Ionenaustauschern handelt es sich um Säulen, in denen sich Harzfüllung mit anhaftenden Kationen und Anionen befindet. Diese Harzfüllung nimmt dabei an der Oberfläche die herauszulösenden Kationen und Anionen aus dem Rohwasser auf und gibt im Gegenzug die an den Säulen gebundenen Ionen im Gegenzug frei. Dadurch können beispielsweise Kationen wie Ca²⁺ oder Anionen wie HCO3 aus dem Wasser entfernt und damit enthärtet werden. Sie finden insbesondere zur Vermeidung von Kalkausfällung in Speisewasserbehältern oder Heizelementen Anwendung. Die Harze beladen sich hierbei immer weiter mit den Fremdstoffen aus dem Abwasser und müssen bei einstellbaren Belastungswerten mit Hilfe von konzentrierten Anionen- oder Kationenlösungen (z.B. HCl, NaOH) regeneriert werden. Für eine kontinuierliche Produktion von VE-Wasser ist eine redundante Auslegung der Ionenaustauscher vorzusehen.
Zur Ausbringung von frei gelöster Kohlensäure oder Sauerstoff und der damit verbundenen Standzeiterhöhung der Ionenaustauscher- oder Membrananlagen werden von der EKK-Anlagentechnik zudem CO2-Riesler und Membranentgasungsanlagen angeboten.

CO2-Riesler

Dieses Behältnis dient dem physikalischen Austreiben der im Wasser gelösten Kohlensäure. Dieses Phänomen wird über das Zerstäuben des Wassers und eine im Gegenstrom zugegebene Luftzufuhr in einer Schicht aus Füllkörpern realisiert. Hierbei nimmt der Sauerstoffgehalt des Wassers bis zu seiner Sättigung zu und die Kohlensäure kann von seiner gelösten Form als HCO3 in das gasförmige CO2 austreten. Die Leitfähigkeit des Wassers nimmt hierdurch ab.

Membranentgasung

Bei der Membranentgasung wird dem Wasser ebenfalls freie Kohlensäure oder auch Sauerstoff entzogen. Diesem Phänomen liegt das Venturi-Prinzip zu Grunde. Das sich in einem Hohlfasermodul befindende Wasser wird im Außenbereich mit Luft im Gegenstrom beaufschlagt, welches das aus der Membrane im Innenbereich diffundierte Gas aufnimmt und abtransportiert.
Die reduzierten Betriebskosten, der geringere Chemikalienverbrauch (bei Ionenaustauscher-Verfahren) sowie die kompakte Bauweise stehen den höheren Investitionskosten im Vergleich zu einem CO2-Riesler gegenüber. Der Einsatz erfolgt hauptsächlich bei Ionenaustauschern und Umkehrosmose.

Riesler

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