Fällmittelstation für Kläranlagen | Neubau & Erneuerung

Fällmittelstation für Kläranlagen

Komplettlösung von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Eine Fällmittelstation ist die zentrale Anlage zur kontrollierten Dosierung von Fällmitteln auf einer Kläranlage – insbesondere zur Phosphorelimination im Abwasser. EKK übernimmt für Sie die komplette Errichtung oder die Erneuerung Ihrer Fällmittelstation, und zwar von der Demontage der Bestandsanlage über die Planung und Lieferung bis zur betriebsfertigen Inbetriebnahme. Sie erhalten dabei alles aus einer Hand – ohne externes Ingenieurbüro und ohne aufwendiges Ausschreibungsverfahren. Das Besondere: Die Erneuerung lässt sich im laufenden Betrieb Ihrer Kläranlage durchführen, ohne dass es zu einem Stillstand kommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Komplette Fällmittelstationen für Kläranlagen – Neubau und Erneuerung aus einer Hand
  • Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme ohne externes Ingenieurbüro oder Ausschreibungsverfahren
  • Erneuerung parallel zum laufenden Betrieb möglich – ohne Stillstand der Kläranlage
  • Projektdauer: ca. 3 bis 4 Monate für mittlere Projekte (kleinere ab ca. 2 Monaten, größere bis zu 6 Monaten)
  • AwSV-konform nach TRwS 785, inklusive AwSV-Sachverständigengutachten
  • Komponenten: IBC- und Gebinde-Vorlagestationen, PE-Abtankschränke, Lagerbehälter, Auffangwannen, Dosiertechnik und Steuerung
  • Auch geeignet für andere Branchen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten (z. B. Molkereien, Brauereien, Galvanikbetriebe)

Wann lohnt sich die Erneuerung einer Fällmittelstation?

In den meisten Fällen sind es nicht ein einzelner Defekt, sondern mehrere Faktoren, die eine Modernisierung notwendig machen. Typische Anlässe sind:

  • Verschärfte Grenzwerte: Wenn die kommunale Aufsicht strengere Phosphor-Werte vorgibt, stoßen ältere Stationen oft an ihre Dosiergenauigkeit.
  • AwSV-Konformität: Bestehende Anlagen erfüllen häufig nicht mehr die aktuellen Vorgaben der AwSV oder TRwS 785 – insbesondere bei Lagerbehältern, Abtankflächen und Leckage-Überwachung.
  • Alterung der Komponenten: Tanks, Rohrleitungen und Dosierpumpen erreichen nach 15 bis 25 Jahren ihre technische Grenze.
  • Steigender Wartungsaufwand: Häufige Störungen, schwer beschaffbare Ersatzteile oder eine veraltete Steuerung erhöhen den laufenden Aufwand spürbar.
  • Erweiterung oder Umstellung der Anlage: Bei einem Anlagen-Upgrade ist die alte Fällmittelstation oft nicht mehr passend dimensioniert.

In all diesen Fällen ist eine Komplett-Erneuerung wirtschaftlich oft sinnvoller als das punktuelle Nachrüsten einzelner Komponenten – insbesondere, weil sich die neue Station parallel zum bestehenden Betrieb errichten lässt.

Die Komponenten Ihrer Fällmittelstation im Überblick

Eine Fällmittelstation ist ein System aus mehreren Bauteilen, die exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. EKK plant, fertigt und integriert alle Komponenten als Gesamtlösung.

IBC- und Gebinde-Vorlagestation mit Leerlaufstation
Sorgt für eine zuverlässige und unterbrechungsfreie Dosierung – auch beim Containerwechsel. Die integrierte Vorlagestation verhindert Dosierausfälle in genau dem Moment, in dem ein leerer IBC gegen einen vollen getauscht wird. Mit der Leerlaufstation können 100% des Mediums verwendet werden. Dadurch verbleiben auch keine Reste.

Abtankschrank aus PE
Ermöglicht die normgerechte und sichere Befüllung der Tanks ohne aufwendige bauliche Abfüllfläche. Der Befüllraum ist für bis zu drei Anschlüsse ausgelegt, eine Tropfwanne verhindert das Austreten von Restmengen beim Abkuppeln. Die Auffangwanne entspricht den AwSV-Vorgaben gemäß TRwS 785 und wurde durch ein AwSV-Sachverständigengutachten geprüft. Eine Befüllklappe mit flexiblem Doppelschlauchsystem schützt den gesamten Wirkbereich vom Tankanschluss bis zur TW-Kupplung. Ein Sichtfenster ermöglicht die Kontrolle während der Befüllung.

Dosierpumpenstation, Rohrleitungen und Steuerung
Hochwertige Dosierpumpen, Mess- und Regeltechnik, Rohrleitungssysteme aus chemikalienbeständigem Kunststoff sowie eine moderne Schaltschrank- und Steuerungstechnik. Die Einbindung in vorhandene Prozessleitsysteme ist Teil unserer Leistung.

Chemikalientanks und Lagerbehälter
Für die Lagerung der Fällmittel kommen Chemikalientanks aus PE zum Einsatz, die chemikalien-, temperatur- und UV-beständig sind. Tanks und Behälter werden individuell auf die benötigten Volumina und die Aufstellbedingungen ausgelegt.

Auffangwannen und Sicherheitstechnik
Standardmäßig fest installierte Auffangwannen, Leckage-Überwachung und Spülanschlüsse für eine sichere Reinigung und Wartung.

So läuft die Erneuerung Ihrer Fällmittelstation ab

Eine typische Komplett-Erneuerung folgt bei EKK sechs klar definierten Schritten:

  1. Planung und Engineering: Analyse der bestehenden Infrastruktur, Dimensionierung und Auslegung der neuen Station inklusive Dosiertechnik, Verrohrung und Steuerung.
  2. Lieferung der Anlagentechnik: Chemikalientanks, Dosierpumpen, Mess- und Regeltechnik, Rohrleitungssysteme sowie Schaltschrank- und Steuerungstechnik.
  3. Montage und Installation: Mechanische Montage, Rohrleitungsbau und elektrische Installation, Integration in bestehende Infrastruktur und Prozessleitsysteme.
  4. Inbetriebnahme: Funktionsprüfung, Kalibrierung der Dosiertechnik, Probebetrieb, Übergabe an den Betreiber inklusive Dokumentation und Einweisung des Personals.
  5. Demontage der Bestandsanlage: Fachgerechter Rückbau der vorhandenen Tanks, Dosierpumpen und Rohrleitungen, sichere Entsorgung der Altkomponenten und Vorbereitung der Fläche.
  6. Wartung: Regelmäßige Inspektionen, vorbeugende Instandhaltung sowie Unterstützung bei Optimierungen und Störungsbehebung.

Der entscheidende Vorteil: Da die neue Station parallel zur bestehenden errichtet und erst zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt umgeschaltet wird, läuft Ihre Kläranlage während des gesamten Projekts ohne Stillstand weiter.

Sicherheit und gesetzliche Anforderungen

Eine Fällmittelstation arbeitet mit wassergefährdenden Stoffen. Die Anforderungen aus der AwSV und insbesondere der TRwS 785 sind deshalb verbindlich. Wir berücksichtigen sie bereits in der Planungsphase – nicht erst als nachträgliche Ergänzung.

Standardmäßig gehören dazu fest installierte Auffangwannen mit normgerechtem Rückhaltevolumen, Leckage-Überwachung, ein AwSV-geprüfter Abtankschrank mit Tropfwanne sowie eine lückenlose technische Dokumentation. Unsere Anlagen sind durch AwSV-Sachverständigengutachten geprüft, und die Dokumentation deckt von technischen Zeichnungen über Prüfprotokolle bis zur CE-Kennzeichnung alle Anforderungen ab.

Lieferzeiten und Projektdauer

Vom Auftragserhalt bis zur betriebsfertigen Inbetriebnahme bewegen sich die Projekte typischerweise in folgendem Zeitrahmen:

  • Kleinere Projekte: ab ca. 2 Monaten
  • Mittlere Projekte: ca. 3 bis 4 Monate
  • Größere Projekte: bis zu 6 Monaten

Maßgeblich für die Projektdauer sind die Anzahl und Größe der Komponenten sowie die Komplexität der Steuerung. Da die neue Station parallel zur bestehenden aufgebaut wird, gibt es während dieser Zeit keinen Stillstand auf Ihrer Kläranlage.

Nicht nur für Kläranlagen – auch für andere Branchen einsetzbar

Das Anlagenkonzept einer Fällmittelstation – also die sichere Lagerung, das normgerechte Befüllen und das kontrollierte Dosieren wassergefährdender Flüssigkeiten – ist nicht auf Kläranlagen beschränkt. Wir setzen vergleichbare Stationen auch in anderen Branchen ein, in denen wassergefährdende Medien gelagert und gefördert werden müssen. Typische Anwendungsfelder sind Molkereien, Brauereien und Galvanikbetriebe sowie weitere industrielle Anlagen mit ähnlichen Anforderungen.

So unterstützt Sie EKK bei Ihrer Fällmittelstation

Sie planen den Neubau oder die Erneuerung Ihrer Fällmittelstation? Mit EKK erhalten Sie eine Komplettlösung aus einer Hand – ohne den Aufwand eines externen Ingenieurbüros und ohne langwieriges Ausschreibungsverfahren. Von der Demontage der Bestandsanlage über die Planung und Lieferung bis zur Inbetriebnahme und Wartung übernehmen wir den gesamten Prozess für Sie. Das Ergebnis ist eine moderne, sichere und langlebige Anlage, die exakt zu Ihren betrieblichen Anforderungen passt.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, damit wir Ihre Anforderungen besprechen und eine passende Lösung für Ihren Betrieb entwickeln können.

Häufige Fragen zur Fällmittelstation

Muss die Kläranlage während der Erneuerung der Fällmittelstation stillgelegt werden?

Nein. Die neue Station wird parallel zur bestehenden errichtet, sodass der Betrieb der Kläranlage ohne Stillstand weiterläuft. Erst zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme erfolgt die Umschaltung.

Was ist der Unterschied zwischen einem Fällmittel und einem Flockungsmittel?

Fällmittel binden gelöste Stoffe – insbesondere Phosphate – chemisch und überführen sie in eine ungelöste Form. Flockungsmittel fügen die so entstandenen Partikel zu größeren, absetzbaren Flocken zusammen. In der Praxis werden beide Stoffe häufig kombiniert dosiert.

Welche Fällmittel werden in Kläranlagen typischerweise eingesetzt?

Am häufigsten kommen Eisen(III)-Chlorid, Eisen(II)-Chlorid, Polyaluminiumchlorid (PAC) und Natriumaluminat zum Einsatz. Welches Fällmittel das geeignetste ist, hängt von der Abwasserzusammensetzung, dem gewünschten Reinigungsergebnis und der vorhandenen Infrastruktur ab.

Welche gesetzlichen Anforderungen muss eine Fällmittelstation erfüllen?

Maßgeblich sind die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) sowie die Technische Regel wassergefährdender Stoffe TRwS 785. Daraus ergeben sich Anforderungen an Auffangwannen, Leckage-Überwachung, Abtankeinrichtungen und Dokumentation.

Wie lange dauert die komplette Erneuerung einer Fällmittelstation?

Kleinere Projekte sind ab etwa 2 Monaten realisierbar, mittlere Projekte dauern in der Regel 3 bis 4 Monate, größere Projekte bis zu 6 Monaten. Die genaue Dauer hängt vom Umfang der Demontage, der Anlagengröße und der Komplexität der Steuerung ab.

Welche Wartung benötigt eine Fällmittelstation?

Regelmäßige Inspektionen, die Kalibrierung der Dosiertechnik sowie Funktionskontrollen an Auffangwannen, Leckage-Überwachung und Spülanschlüssen. EKK übernimmt die Wartung auf Wunsch im Rahmen eines Wartungsvertrags.

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